Ätherische Öle kaufen

 

Schon seit den Anfängen der Menschheit werden aromahaltige Pflanzen für unterschiedliche Behandlungen genutzt. Frühe Anwendungsbereiche waren: Räucherwerk und Salben, aber auch Duftöle und Parfüms. Hierbei konnten Beweise gefunden werden, dass bereits vor 7.000 Jahren in Asien und dem Orient, besonders aromatische Pflanzen gezüchtet und vermehrt wurden. Ebenfalls konnten Archäologen Geräte wie eine alte Destillerie finden, die vor über 5.500 Jahren in Mesopotamien zum Einsatz kam. Über die Menschheitsgeschichte verteilt, konnten dabei immer wieder Hinweise für den Einsatz der ätherischen Öle aufgedeckt werden. Dies gilt nicht nur für alle Länder, sondern auch für alle Kulturen. Ein prominentes Beispiel hierbei ist die Bibel. Hier kommen Pflanzenextrakte für die unterschiedlichsten Bereiche zum Einsatz, wie Weihrauch, die Körperpflege oder das Wohlbefinden.

 

 

Die Gewinnung von ätherischen Ölen aus den Pflanzen

Das Vorgehen bei der Herstellung der natürlichen Duftstoffe hat sich über die Jahrtausende kaum geändert, auch wenn heute moderne Geräte zum Einsatz kommen. Hierfür werden zuerst einmal verschiedene Pflanzenteile geerntet. Besonders zu benennen hierbei sind Blüten, Blätter, Rinde, Wurzeln und Harz. Diese Pflanzenteile werden dann unter anderem mithilfe der Wasserdampfdestillation oder der Kaltpressung weiterverarbeitet. Bei der Destillation kommen oft Temperaturen von bis zu 70 Grad zum Einsatz. Hierbei werden die Pflanzenteile in Wasser erhitzt, um die Öle nach dem Abkühlen wieder aus dem Wasserdampf zu filtern. Somit kann es dazu kommen, dass besonders flüchtige Duftstoffe, bei der Herstellung zerstört werden. Die Kaltpressung ist im Gegensatz zur Destillation als schonender zu bewerten. Hierbei werden die Öle entsprechend direkt mit Druck aus den Pflanzenteilen gepresst. Dieses Verfahren kommt heutzutage vergleichsweise selten zum Einsatz, wie bei Zitronen-, Limonen- oder Orangenöl.

Bei einigen Pflanzen oder vor allem den Blüten kann weder die Pressung noch die Destillation genutzt werden. In diesem Fall werden die Duftstoffe mit chemischen Lösungsmitteln aus den Pflanzenteilen extrahiert, um Absude zu erhalten. Hierbei ist zu beachten, dass die Lösungsmittel zwar aus den Ölen entfernt werden, aber immer noch kleine Rückstände zurück bleiben können. Diese Stoffe müssen dabei mit Aufschriften wie: "Künstliche/chemisch hergestellte Öle" oder "naturidentische Öle" gekennzeichnet sein. Somit können Sie schnell erkennen, dass es sich nicht um ein 100-Prozent natürliches Produkt handelt. Wenn Sie komplett natürliche Öle oder Essenzen verwenden möchten, sollten Sie die Absude vermeiden. Abschließend gibt es noch die neue Kohlendioxid-Extraktion, bei der nur geringe Temperaturen von 20 bis 25 Grad erreicht werden. Auf diese Art bleiben die meisten feinen Duftstoffe auch in den ätherischen Ölen enthalten.

 

Die Qualitätssicherung bei ätherischen Ölen

Je nachdem, welches Herstellungsverfahren genutzt wird und um welche Pflanzenteile es sich handelt, wird entsprechend viel Rohstoff benötigt. Als Beispiel kann die Kaltpressung bei den Zitrusölen benannt werden, die sehr ergiebig ausfällt. Um hingegen ein Kilogramm an Rosenöl zu erhalten, werden rund 5.000 Kilogramm an Rosenblättern benötigt. Entsprechend kann es einen sehr großen Preisunterschied geben, je nachdem welches Öl verwendet werden soll.

Damit Sie dabei möglichst lange das ätherische Öl verwenden können, ist es zuerst einmal wichtig, die Produkte kühl und lichtgeschützt zu lagern. Die meisten Produkte werden dabei in braunen Fläschchen verkauft, die einen guten UV-Schutz bieten. Weiterhin ist es wichtig, die Öle nur möglichst kurz mit der Luft in Berührung zu bringen. Der Grund hierfür ist, dass die ätherischen Stoffe schnell verdampfen und somit verloren gehen. Dementsprechend sollte das Fläschchen immer von Ihnen bestmöglich verschlossen werden, um ein Verdampfen der Stoffe zu verhindern. Abschließend ist bei der Qualitätssicherung noch zu benennen, dass die Produkte bei der Verwendung nicht stark erhitzt werden sollten. Am besten bietet sich hierfür eine Verneblung mit einem Diffusor an. Dieses Gerät arbeitet auf Ultraschallbasis und nutzt keine Wärme. Die Verneblung in einer Duftlampe mit Flammen, ist zwar auch möglich, sorgt aber für eine schnellere Verflüchtigung der gewünschten Duftstoffe.

Wenn Sie bei der Lagerung der Öle auf die Wärme, UV- und Sauerstoffeinwirkung achten, sollten sich die ätherischen Stoffe für rund zwei Jahre nach der Öffnung frisch halten können. Nach dieser Zeit können die Produkte dann immer noch als hochwertiges Duftöl verwendet werden. Für den Einsatz im medizinischen oder pflegerischen Bereich bieten sich die Öle nach den zwei Jahren aber nicht mehr an und sollten entsprechend von Ihnen ausgetauscht werden.

 

Die Einsatzbereiche und richtige Verwendung der ätherischen Öle

Sie können diese natürlichen Produkte in vielen Bereichen Ihres Lebens zum Einsatz bringen. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass die Inhaltsstoffe der verschiedenen Pflanzen sehr vielfältig ausfallen. Somit sollten Sie für jeden Bereich das richtige Produkt finden können. Dies bedeutet aber auch, dass Sie die Öle nicht wie gezielt wirkende Medikamente ansehen sollten. Vielmehr liegt der Schwerpunkt der ätherischen Produkte darin, die Körperfunktionen in Einklang zu bringen, um die Gesundheit oder das Wohlbefinden zu steigern. Weiterhin können die Produkte aber auch für die Entspannung, die Körperpflege und die Persönlichkeitsentwicklung genutzt werden. Die Einsatzbereiche erstrecken sich nicht nur auf den menschlichen Körper, sondern auch Ihre Haustiere können von den ätherischen Ölen profitieren.

Es gibt drei Möglichkeiten zur Anwendung von ätherischen Ölen. Hierbei handelt es sich einmal  um die Aufnahme über die Nase (das Riechen). In diesem Fall werden die Duftstoffe über die Riechschleimhaut in der Nase aufgenommen. Bei diesem Vorgang wird vor allem das limbische System des Gehirns angesprochen, das für die Verarbeitung und Speicherung von Emotionen verantwortlich ist. Weiterhin können die Öle auch über den Verzehr aufgenommen werden. In diesem Fall werden besonders die Geschmacksknospen im Mund angeregt. Weiterhin sorgen die Öle aber auch für die Aktivierung von unterschiedlichen Verdauungssäften. Abschließend können die Produkte noch von Ihnen auf die Haut aufgetragen werden. Die Bestandteile von den ätherischen Ölen sind dabei so klein, dass diese kein Problem damit haben, durch die Haut und Zellwände zu dringen. Somit können die Stoffe bis in die Organe gelangen, um biochemische Prozesse in Gang zu setzen. Diese nehmen dann unter anderem Einfluss auf das Wohlbefinden aber auch die Emotionen und die Gesundheit des Körpers.

 

Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Wenn Sie auf ommh.de weitersurfen, stimmen Sie der Cookies-Nutzung zu. Ich stimme zu.
x